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Fernsehgeschichte - von 1843 bis 2006


1843-1897: Von der Nipkowscheibe zur Braunschen Röhre

1900-1924: Telegraphische Fotographieübertragungen, Telehor und Ikonoskop

1925-1929: Der erste Fernsehempfänger und erste Testübertragungen

1930-1935: Elektrisches Fernsehen und erstes regelmäßiges Fernsehprogramm

1936-1946: Zeilensprungverfahren und Schwarzweißfernsehen in den USA

1948-1954: Fernsehnormen in Europa und Farbfernsehen in den USA

1956-1964: Erste Satellitenübertragung, Walter Bruch entwickelt PAL

1966-1983: LCD-/Plasmabildschirme, Videorekorder, HDTV-Vorschlag aus Japan

1984-1994: Erste private Fernsehsender, Standards für Digitalfernsehen

1998-2006: HDTV-Übertragung in den USA, HDTV-Verbreitung in Europa




1843

Der Schotte Alexander Bain stellte das Prinzip der Zerlegung von Bildern in Bildpunkte mit Helligkeitswerten vor. Mit diesem "Bildertelegrafen" sollte es möglich sein Bilder zeilenweise abzutasten und Zeile für Zeile elektrisch zu versenden. Ein funktionsfähiges Gerät konnte Bain jedoch nicht präsentieren.


1875

Der britsiche Physiker John Kerr entdeckte den elektrooptischen Kerr-Effekt. Isotrope Stoffe haben keine ausgezeichnete optische Achse, sind also einfach brechend, d. h. Licht wird unter einem definierten Winkel gebrochen, falls der Einfallswinkel fixiert ist. Dies ist bei doppelbrechenden Materialien nicht der Fall: Es existieren zwei Achsen mit verschiedenem Brechungsindex, was zwei verschiedene Austrittswinkel bei gleichem Einfallswinkel herbeiführt - je nachdem, wo das Licht auf das Material fällt. Wird die Eigenschaft der Doppelbrechung bei einem eigentlich isotropen durchsichtigen Material durch die Ausrichtung dessen polarer Moleküle im elektrischen Feld erzeugt, spricht man vom elektrooptischen Kerr-Effekt.


1876

Ein Jahr nach dem elektrooptischen entdeckt John Kerr den magnetooptischen Kerr-Effekt, bei dem die Polarisation von an ferromagnetischen Spiegeln reflektiertem Licht verändert werden kann, indem die Magnetisierung der Spiegel geändert wird. Der Kerr-Effekt basiert auf dem Zeeman-Effekt. Die Kerrzelle ermöglichte die Verwandlung elektrischer Spannungsschwankungen in Lichtimpulse.


1883/84

Der Student Paul Nipkow beschäftigte sich mit der Übertragung von Bildern über eine elektrische Leitung. Nipkow konstruierte schließlich einen mechanischen Bildzerleger, mit dem es möglich war, ein Bild in Lichtpunkte aufzuteilen: Die "Nipkowscheibe". Für die Funktionsweise der Nipkowscheibe, die auch "elektrisches Teleskop" genannt wurde, erhielt er 1884 das erste Patent in der Geschichte des Fernsehens. Die zu übertragenden Bilder konnten in Bildpunkte mit Helligkeitswerten zerlegt werden. Dies wurde durch lichtempfindliche Selenzellen und eine rotierende, mechanisch bediente Scheibe mit spiralförmig angeordneten Löchern erreicht. Mit einer Umdrehung der Scheibe wurde ein komplettes Bild gezeichnet. Doch die Selenzelle, welche Nipkow benutzte, erzeugte keine ausreichend starken Ströme zur Versorgung der benötigten Lichtquelle. Bis erste funktionsfähige Fernsehgeräte nach Nipkows Prinzip gebaut werden konnten, vergingen noch mehrere Jahre.


1887

Heinrich Hertz entdeckte elektromagnetische Wellen.


1888

Der deutsche Physiker Wilhelm Hallwachs entdeckte den äußeren Photoeffekt.


1889

Alexander Stoletow entwickelte die Photozelle, die sich vor allem durch eine geringere Trägheit gegenüber der Selenzelle hervorhob.


1897

Der deutsche Physiker Karl Ferdinand Braun stellte das Prinzip der Kathodenstrahlröhre ("Braunsche Röhre") vor. Die ersten funktionsfähigen Fernsehbildschirme nach Brauns Prinzip ließen aber noch einige Jahre auf sich warten. Die Kathodenstrahlröhre wurde damals auch mit dem Begriff "trägheitslose Kathodenstrahl-Oszillographen-Röhre" umschrieben.


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