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Fernsehgeschichte - von 1843 bis 2006



1948

Frankreich führte einen Fernsehstandard mit 819 Zeilen pro Bild ein. In Europa drängte man aber auf einen einheitlichen Fernsehstandard. Zu diesem Anlaß ließ der Technische Direktor des Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR), Werner Nestel, im September eine Konferenz veranstalten, bei der 33 deutsche Fernsehexperten über eine zukünftige europäische Fernsehnorm berieten. Das Ergebnis war ein Standard mit 625 Zeilen und 50 Halbbildern bzw. 25 Bildern pro Sekunde. Man legte sich auf 50 Halbbilder fest, weil die Wechselstromfrequenz in Europa ebenfalls bei 50 Hz lag. Der vorgeschlagene Standard wurde bald darauf vom CCIR (Comité Consultatif International des Radiocommunications mit dem damaligen Vorsitzenden Walter Gerber) der Internationalen Fernmeldeunion in Genf - in den technischen Hauptmerkmalen unverändert - als offizieller Normenvorschlag erklärt. Die definierte Fernsehnorm wurde dann als "Gerber-Norm" bekannt.


1950

In Deutschland begann der NWDR mit Testsendungen. Am 5. August wurde die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD) gegründet.


1951

Anfang des Jahres konnten die USA bereits zehn Millionen Fernsehzuschauer verzeichnen. In Großbritannien waren es 600000, in Frankreich nur 4000 Zuschauer.


1952

Die Zahl der Fernsehteilnehmer wuchs rasant. Die USA kamen schon auf 15 Millionen, Großbritannien auf 1,2 Millionen, Frankreich auf 11000. In Deutschland waren es bis zu diesem Zeitpunkt nur etwa 300.

Bei der ersten europäischen UKW-Fernsehkonferenz in Stockholm entschieden sich neben Deutschland neun weitere Staaten für die Gerber-Norm mit 625 Zeilen und 25 Bildern pro Sekunde. Der NWDR startet am 25. Dezember mit dem Deutschen Fernsehen ein tägliches, öffentliches Fernsehprogramm.


1953

Die öffentliche Farbfernseheinführung in den USA begann mit dem NTSC-Standard des National Televison System Committee (NTSC). Das NTSC war ein Konsortium aus Physikern und Technikern, die ein Farbfernsehsystem entwickeln sollten, welches auch mit Schwarzweiß-Geräten funktionierte. Um hohe Kompatibiliät mit den damals schon erhältlichen Geräten zu erreichen, wurde die Bildwiederholrate von 60 Hz bzw. 30 Hz auf 59,94 Hz bzw. 29,97 Hz gesenkt.


1954

Die ARD strahlte ab dem 1. November das Programm "Erstes Deutsches Fernsehen" aus.

In den USA wurde die Farbfernsehnorm des NTSC eingeführt. Die Radio Corporation of America (RCA) entwickelte einen ersten funktionsfähigen Videorekorder, welcher 21600 m Magnetband für die Dauer von einer Stunde benötigte.


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