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Fernsehgeschichte - von 1843 bis 2006



1984

Die ersten privaten Fernsehsender PKS (heute SAT.1) und RTL plus (heute RTL), welche sich allein durch Werbeeinnahmen finanzierten, begannen in Deutschland ab dem 1. Januar mit dem Sendebetrieb.

Das Kabel- und Satellitenfernsehen wurde in Deutschland ab diesem Jahr für eine größere Programmausgestaltung belegt. Bei den vom Kabelfernsehen genutzten Glasfasernetzen konnte Bild und Ton in höherer Qualität übertragen werden, da eine besondere Störanfälligkeit wie bei der terrestrischen Hausantenne nicht gegeben war. Receiver und Parabolantennen für den Satellitenempfang waren nun auch für die breite Öffentlichkeit zu angemessenen Preisen erhältlich.

Um Videorekordern ein Signal von dem exakten Start- und Endpunkt einer Sendung zu liefern wurde das Video Program System (VPS) eingeführt.


1985

Deutschland und Frankreich entschieden sich gegen den IBA-Vorschlag für das D2-MAC Verfahren. Das System D2-MAC übertrug Bild- und Toninformation auf digitalem Weg.


1986

Mit der vom Bundesverfassungsgericht begründeten Einführung des dualen Rundfunksystems nach dem 4. Rundfunk-Urteil am 4. November bekamen private Fernsehsender nun offiziell terrestrische Sendefrequenzen zugeteilt.

Die 1983 in Japan entwickelte HDTV-Norm, wollten die Japaner in diesem Jahr als Weltstandard erklären. Europa und die USA entschieden sich gegen den Standard. Die Überlegungen zu einem Weltstandard wurden daraufhin aufgegeben.

Das von Sony vorgestellte analoge Videosystem Betacam SP gilt als das erfolgreichste Magnetaufzeichnungssystem in der professionellen Studiotechnik.


1987

JVC stellte das S-VHS-System vor. Das Super Video Home System konnte gegenüber VHS eine höhere Auflösung und bessere Bildqualität bieten.

Sony stellte das digitale Videosystem D1 vor. Verwendung fand das qualitätsstarke und teure System in professionellen Postproduktionen.


1990

PALplus wurde eingeführt. Das System basierte zwar auf einer analogen Übertragung, die Besonderheit war jedoch das neue Seitenverhältnis von 16:9 gegenüber 4:3.

Die ersten Fernseher mit 100-Hz-Technik konnten gekauft werden.


1991

Auf der Berliner Funkausstellung zeichneten sich die ersten ernstzunehmenden Projekte für hochauflösendes Fernsehen - High Definition Television (HDTV) - ab. Von hochauflösendem Fernsehen sprach man, wenn das Bild mindestens die doppelte Zeilenanzahl (1050) der zu dieser Zeit herkömmlichen Fernsehnormen (525 bei NTSC) vorweisen konnte.

Mit VCRPlus wurde in den USA ein System eingeführt, durch das eine Fernsehsendung durch Eingabe einer Zahlenkombination aufgenommen werden konnte. Die vereinfachte Videoprogrammierung wurde ein Jahr später unter dem Namen Videoplus in England und zwei Jahre später als ShowView in Deutschland eingeführt.


1993

Das DVB-Projekt, ein Bündnis europäischer Unternehmen, das Standards für ein Digital-TV-System entwickeln soll, wird ins Leben gerufen. Ende des Jahres wurden vom DVB-Projekt Standards für digitales Fernsehen (DVB = Digital Video Broadcasting) festgesetzt. Analoges HDTV in Europa wurde im Gegenzug durch das DVB-Projekt aufgegeben. In Japan hatte man analoges HDTV - dort sogenanntes Hi-Vision - bereits eingeführt.

Für die professionelle Studiotechnik stellte Sony das digitale Videosystem Digital Betacam vor.


1994

In diesem Jahr konnte das erste Mal von der Anwendung interaktiven Fernsehens (iTV = interactive Television) gesprochen werden. In den USA (Orlando) bot der Konzern Time Warner einer Versuchsgruppe von 4000 Haushalten interaktive Dienste wie Video on Demand an. Aufgrund der hohen Preise konnte sich das Angebot jedoch nicht durchsetzen.

In Europa waren die ersten digitalen Programme über Satellit verfügbar - unter anderem übertrugen zwei Satelliten das Projekt "Direct TV" mit 150 Programmen.


1996

Im Bereich der professionellen Studiotechnik stellte Sony mit Betacam SX ein weiteres digitales Videosystem mit sehr hoher Videokompression vor.

Am 24. Dezember hat die FCC bekanntgegeben, in den USA den ATSC-Standard für digitales Fernsehen einzuführen, wenn die terrestrische Fernsehübertragung von Analog auf Digital umgestellt wird.


1997

Im November entschlossen sich Kanada und Südkorea ebenfalls für das terrestrische ATSC-System..


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